07. Dezember 2017

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Massiver Stellenabbau bei General Electric

Der Kaufmännische Verband ist über den erneuten massiven Stellenabbau bei General Electric (GE) in der Schweiz sehr besorgt. Er fordert, möglichst viele Stellen zu erhalten und für alle betroffenen Mitarbeitenden eine sozialverträgliche Lösung zu finden.

Heute Morgen hat GE Schweiz den Sozialpartnern mitgeteilt, dass GE europaweit massiv Stellen abbauen will. In der Schweiz sind 1400 von 4500 Stellen betroffen. GE begründet seinen Entscheid mit der Entwicklung im Marktumfeld. Besonders Mitarbeitende der Sparte Power an den Standorten Baden, Birr, und Oberentfelden sind von der Restrukturierung betroffen.

Die Ankündigung folgt nach Wochen heftiger Spekulationen. Bereits Ende Oktober kursierten in den Medien Meldungen über einen geplanten Abbau von 1300 Stellen, welche von GE zunächst dementiert wurden. Am 13. November präsentierte hingegen der CEO von GE, John L. Flannery, ein umfassendes Sparprogramm für den Konzern, ohne weitere Details zu nennen. Mit der heutigen Bekanntgabe wurden nun Fakten geschaffen. Konkrete Massnahmen wurden bedauerlicherweise keine vorgestellt. Das Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmervertretung in der Schweiz startet Anfang Januar 2018. Der Sozialplan mit verschiedenen Unterstützungsleistungen und gezielten Coaching-Massnahmen wird weitergeführt.

Der Kaufmännische Verband setzt sich für den Werkplatz Schweiz ein und kritisiert die undurchsichtigen Standortpräferenzen von GE International. Die betroffenen Geschäftseinheiten in der Schweiz wurden zudem über Wochen im Ungewissen gelassen. Der erneute Stellenabbau in der Schweiz, ohne eine klare Strategie nennen zu können, kommt damit einer unkoordinierten Salamitaktik gleich.

Der Kaufmännische Verband fordert, dass der vorgesehen Stellenabbau im Rahmen des Konsultationsverfahrens noch einmal kritisch überprüft wird, um für möglichst viele Mitarbeitende eine Anschlussmöglichkeit innerhalb oder ausserhalb des Konzerns zu garantieren. Die Arbeitnehmervertretung muss dringend umfassend in die Lösungsfindung miteinbezogen werden.

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