25. August 2017

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Umfrage zur Arbeitszeit: Flexibilität ist gefragt

Der Kaufmännische Verband hat im Juni 2017 eine repräsentative Befragung bei seinen Mitgliedern aus allen Landesteilen durchgeführt (1281 Antworten). Die grosse Mehrheit (83%) arbeitet wöchentlich zwischen 40 und 42,5 Stunden. 58% verfügen über eine höhere Fach- und Berufsausbildung oder über einen universitären Abschluss. Rund ein Drittel arbeitet in Kaderfunktionen.

  • Zeitliche Flexibilität: Die Hälfte der Befragten hat flexible Arbeitszeiten beispielsweise im Rahmen eines Gleitzeitmodells, 17% können die Arbeitszeit völlig individuell festlegen. Nur ein Drittel gibt an, dass die Arbeitszeit vollständig vom Unternehmen vorgegeben wird.
  • Örtliche Flexibilität: 60% arbeiten ausschliesslich im Betrieb, 40% gelegentlich auch zu Hause. Männer sind häufiger von zu Hause aus tätig als Frauen (51% gegenüber 33%).
  • Zufriedenheit: Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmenden ist mir ihrem Arbeitszeitmodell sehr zufrieden, 37% sind eher zufrieden und nur 3% sind sehr unzufrieden. Angestellte, die sehr zufrieden oder eher zufrieden mit ihrem Arbeitszeitmodell sind, arbeiten häufiger in flexiblen Modellen. Insgesamt wünschen sich rund 50% der Befragten, die etwas an ihrem Arbeitszeitmodell ändern würden, mehr zeitliche Flexibilität. Jüngere Befragte und Kadermitarbeitende wünschen sich eher mehr örtliche Flexibilität, während sich Angestellte in tieferen Funktionsstufen, die ohnehin weniger von örtlicher Flexibilität profitieren, mehr zeitliche Flexibilität wünschen.
  • Abendarbeit: Abendarbeit (zwischen 18 und 23 Uhr) ist relativ verbreitet. 64% arbeiten gelegentlich abends. Die meisten Befragten möchten allerdings entweder gleich oder weniger oft am Abend arbeiten. Nachtarbeit ist deutlich weniger verbreitet als Abendarbeit. Nur jede(r) Zehnte arbeitet nachts.
  • Sonntagsarbeit: 70% arbeiten sonntags nie und wollen dies auch in Zukunft nicht tun. Allerdings sind nur rund 40% der Befragten strikt gegen eine Lockerung des Sonntagsarbeitsverbots.
  • Gesundheitsschutz: 50% geben an, dass es in ihrem Unternehmen Massnahmen zum Gesundheitsschutz gibt. Davon sind drei Viertel der Meinung, die Angebote seien ausreichend. Massnahmen zum Schutz der physischen wie der psychischen Gesundheit sind etwa gleich verbreitet. Bei rund 30% gibt es keine Massnahmen zum Gesundheitsschutz.
  • Arbeitszeiterfassung: Die grosse Mehrheit (78%) erfasst ihre Arbeitszeit und will dies auch weiterhin tun. Von denjenigen, welche ihre Arbeitszeit nicht erfassen, würde es ein beachtlicher Teil (30%) vorziehen, die Arbeitszeit zu erfassen.

Die detaillierten Forderungen zur Modernisierung des Arbeitsgesetzes präsentierte der Kaufmännische Verband gemeinsam mit der plattform der Arbeitnehmerverbände Angestellte Schweiz, Kaufmännischer Verband, Schweizer Kader Organisation SKO und der Zürcher Gesellschaft für Personal-Management (ZGP) am 28. August 2017.

kfmv_Grafik 1 Zusammensetzung Umfrageteilnehmer
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Grafik 1 Zusammensetzung Umfrageteilnehmer

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Grafik 2 Flexibilität der Arbeit

kfmv_Grafik 3 Arbeitszeiten AbendNacht
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Grafik 3 Arbeitszeiten AbendNacht

kfmv_Grafik 4 Sonntagsarbeit
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Grafik 4 Sonntagsarbeit

kfmv_Grafik 5 Gesundheitsschutz
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Grafik 5 Gesundheitsschutz

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